Konflikte an sich sind wesentlicher Teil menschlichen Zusammenlebens. Sie wird es immer geben. Doch jeder Konflikt birgt auch die Chance, gelöst zu werden und alle Beteiligten daran wachsen zu lassen. Ausschlaggebend ist zunächst, dass zumindest einer der Beteiligten eine Konfliktlösung anstrebt und dem oder den anderen die Bereitschaft zur Lösung signalisiert. Wenn alle Konfliktparteien Kenntnis von einer friedvollen Konfliktkultur besitzen und Interesse daran haben, einen überparteilichen Vermittler oder Mediator hinzuzuziehen, ist dies sehr hilfreich.

Was gehört zu einer friedvollen Konfliktkultur in einem Unternehmen?

Zunächst die Bereitschaft, Konflikte überhaupt lösen zu wollen und sich dazu gegebenenfalls die Unterstützung von dritter Seite einzuholen. Das können sowohl bereits intern vorhandene ausgebildete Mediatoren bzw. Konfliktvermittler sein oder man zieht eine ständige externe Vermittlung hinzu, bis eine friedvolle Konfliktkultur etabliert ist. Wichtig ist, dass Konflikte dann auch wirklich zusammen aktiv angegangen und nicht weiter verschleppt werden, und ein erster Schritt dazu, die eigene Position der anderen Konfliktpartei oder dem Mediationsteam darzulegen und die Bereitschaft zu zeigen, der anderen Seite auch zuzuhören.

Um eine friedvolle Konfliktkultur zu etablieren, ist es hilfreich, jedem Mitarbeiter eine Vorstellung von dem Win-Win-Gefühl zu vermitteln, das sich bei der Konfliktlösung am Ende einer Mediation einstellen mag. Der Nutzen einer neuen Kultur muss jedem Beteiligten verständlich gemacht werden.